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Im Mini-SpielRaum treffen sich Eltern mit ihren Säuglingen und Kleinkindern in einer altersgerecht vorbereiteten und anregenden Spielumgebung. Podeste, Tunnel, Leitern und Stege bieten den Kindern vielfältige Bewegungs- und Erkundungsmöglichkeiten. Einfache Spielgegenstände regen die Kinder zum Sammeln, Hantieren und Herumtragen an und ermöglichen erste Kontakte mit anderen kleinen Spielkameraden.

Die SpielRaum-Leiterin nimmt behutsam Kontakt mit den Kindern auf, sobald sie anfangen mobil zu werden, zu krabbeln, zu laufen und zu klettern. Dabei können die Eltern modellhaft erleben, wie sich ihre Kinder zunehmend sicher, kompetent und kooperativ verhalten, wenn sie in einfühlsamer und nicht-direktiver Weise angesprochen und begleitet werden. Bei Bedarf gibt die SpielRaum-Leiterin einzelnen TeilnehmerInnen oder der Gruppe weiterführende Hinweise und Anregungen.

Die Eltern können im Mini-SpielRaum in einer Atmosphäre der Ruhe und Entspannung die Bewegungsexperimente ihrer Kinder aufmerksam beobachten. Sie erleben, mit welcher Selbstverständlichkeit und Harmonie sich die Entwicklung ihrer Kinder vollzieht und entwickeln Ideen, wie sie es bei seinem Forschen und Probieren unterstützen können.

Eltern von sogenannten „entwicklungsverzögerten“ Kindern werden ermutigt, die kleinen und großen Fortschritte ihrer Kinder zu erkennen, zu fördern und ihre Freude darüber mit dem Kind und den anderen Eltern zu teilen. Dabei dürfen die eventuell bestehenden Entwicklungsbesonderheiten zwar nicht außer acht gelassen, aber doch etwas hinten an gestellt werden.

Im Mini-SpielRaum werden die Eltern auch angeregt, sich auf das „Hier und
Jetzt“ zu konzentrieren und weitergehende Gespräche untereinander möglichst zu vermeiden. Beobachtungen und Fragen, die sich im Mini-SpielRaum ergeben, können an den regelmäßigen Elterngesprächsabenden diskutiert und vertieft werden. Probleme, die sich zu Hause gezeigt haben, können ebenfalls in dieser Elternrunde besprochen werden. Zur Veranschaulichung werden auch kurze und informative Filmsequenzen gezeigt.

Das Konzept des Mini-SpielRaum orientiert sich vor allem an den Erkenntnissen und Empfehlungen der ungarischen Kinderärztin Emmi Pikler. Außerdem fließen in die Arbeit auch Impulse aus dem Bereich der Gewaltfreien Kommunikation von Marshall B. Rosenberg und den Gedanken der Gymnastiklehrerin Elfriede Hengstenberg mit ein.